Pierre Rappo

geb. 5. März 1965

lebt in der Nähe von Bern

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Pierre Rappo wurde in Afrika geboren und hat dort seine ersten prägenden Lebensjahre verbracht. Mit Beginn der Schulzeit besuchte er ein Internat in der Schweiz, wo er die Schule in englischer und französischer Sprache weiterverfolgen konnte. 

Nach einer Lehre zum Bierbrauer und einigen Jahren Berufstätigkeit musste er den Beruf aufgeben. Es folgten unstete Jahre mit Gelegenheitsjobs auf dem Bau, als Lagerist, Schuhverkäufer, Aushilfe in einer Druckerei und als Kurier. Dazwischen kamen Aufenthalte in Entzugsstationen und psychiatrischen Kliniken. 

Mit Unterstützung und einer beruflichen Neuorientierung konnte er seinem Interesse für das Handwerk und die Kunst nachgehen. Pierre hat den Vorkurs und ein zweites vertiefendes Jahr im Themenfeld „Raum und Körper“ an der Schule für Gestaltung in Basel absolviert. Während dieser Zeit hat er mit unterschiedlichen Materialien gearbeitet (Ton, Plastik, Dachpappe, Beton, Sand und Gips), diese erkundet und ihre verschiedenen Aggregatzustände für seine Arbeiten genutzt. Während des Studiums an der Kunstgewerbeschule arbeitete er nebenbei als Serviceangestellter, Reinigungskraft und Kontrolleur. Er ist also mit allen Wassern gewaschen. 

 

mehr... Von Bewegung - oftmals aber auch Ruhelosigkeit - sind ebenfalls die folgenden Lebensjahre von Pierre geprägt. Obwohl ihm das künstlerische Schaffen in Basel viel Spass gemacht hat, zog es ihn weiter: Er schloss eine Ausbildung zum Grafiker ab und bildete sich weiter, unter anderem zum dipl. Graphic Designer. Sein hoch ausgeprägtes fachliches Können stellte er bei verschiedenen Werbeunternehmen unter Beweis. Leider nahm die psychische Krankheit immer wieder Überhand, was zu diversen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken und schliesslich zur unfreiwilligen Aufgabe der beruflichen Tätigkeit führte. 

Pierres künstlerisches Talent und Interesse sind nie ganz versiegt. In den letzten Jahren hat er viele vorwiegend digitale Werke geschaffen. Mit seinem Entscheid, künftig in der Kunstwerkstatt Waldau zu arbeiten, will er nun weg vom Computer, hin zu seinen persönlichen und kreativen Wurzeln. 

 


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